Unterkonstruktion an Sparren, die nie gerade waren
Wer in einem Mietshaus von 1900 eine Richtlatte an die Sparren hält, sieht Abweichungen von Feld zu Feld. Wir gleichen das mit verstellbaren Abhängern und Metallprofilen aus, bis die Unterkonstruktion eine Ebene bildet. Die Platten folgen danach dieser Ebene und nicht dem alten Holz. So bleibt die Schräge auch unter einem großen Dachfenster ruhig im Licht.
Schräge, Kehlbalkendecke und Luke zum Spitzboden
Unter der Schräge schrauben wir Gipskarton oder Gipsfaser auf die Unterkonstruktion, meist mit einer Installationsebene dahinter. In dieser Ebene laufen Kabel und dünne Leitungen, ohne dass jemand die Dampfbremse durchsticht. Unter der Kehlbalkenlage entsteht eine waagerechte Decke, deren Höhe wir vor dem Bau mit dem Planer festlegen. Bleibt der Spitzboden als Stauraum, bekommt diese Decke eine gedämmte und luftdichte Luke.
Kniestockwand und Abseite
Die Kniestockwand, oft auch Drempelwand genannt, trennt den Wohnraum von der niedrigen Zone an der Traufe. Ihre Lage bestimmt, wie viel Fläche davor nutzbar ist und wie viel Stauraum dahinter bleibt. Läuft die Dämmung in der Schräge bis zur Traufe durch, bleibt die Abseite warm. Endet sie an der Kniestockwand, dämmen wir die Wand und den Boden der Abseite mit.
Trennwände zwischen Zimmern und Wohnungen
Innerhalb einer Wohnung genügt zwischen zwei Kinderzimmern häufig eine einfach beplankte Ständerwand. Am Schlafzimmer und am Bad planen wir sie doppelt beplankt und gedämmt, weil sie dort Geräusche abhalten soll. Zum Bad hin kommen feuchtebeständige Platten auf die Ständer. Teilt eine Wand zwei Wohnungen unter demselben Dach, bestimmen Schall- und Brandschutznachweis des Planers ihren Aufbau. Dasselbe gilt für die Wand zum Treppenraum, an der die neuen Wohnungseingänge liegen.
Die Gaube von innen
Eine Gaube hat innen zwei Wangen, eine kleine Decke und die Laibung rund um das Fenster. Diese Flächen erhalten dieselbe Unterkonstruktion und dieselbe Oberflächenstufe wie die Schräge daneben. An den Außenecken setzen wir Kantenprofile, damit die Linien auch nach Jahren gerade bleiben. Wer eine Gaube neu bauen lässt, findet die fertige Innenseite mit dem Faktor 1,12 im Gaubenpreis wieder.
Q-Stufen im Licht der Dachfenster
Die Stufe Q2 genügt für Flächen, auf die ein normaler Anstrich oder eine Tapete kommt. Unter einem Dachfenster streift das Licht allerdings flach über die Platten und zeigt jede Spachtelkante. Dort spielt Q3 seine Stärke aus, und für glatte, matte Flächen im Streiflicht ist Q4 die passende Stufe. Gerechnet wird auf den Q2-Preis mit etwa 12 % Aufschlag für Q3 und etwa 25 % für Q4.