Stehhöhe unter Mansarde und Berliner Dach
In der Rosenthaler Vorstadt tragen viele Häuser das Berliner Dach mit steiler Straßenseite, typisch um 60 Grad. Mansarden bieten mehr Volumen, weil der untere Teil fast senkrecht steht. Nach § 47 BauO Bln reichen im Dachraum 2,20 Meter, gemessen über mindestens der halben Netto-Raumfläche. Ecken unter 1,50 Meter fließen in diese Rechnung nicht ein.
Balkenlage und Lehmschlag
Die oberste Decke ist eine Holzbalkendecke, oft mit Lehmschlag zwischen den Balken. Beim Ausbau müssen sie und alle neuen tragenden Bauteile die Anforderungen der Gebäudeklasse 3 erfüllen, also feuerhemmend sein. So regelt es § 48 Abs. 6 BauO Bln. Der Tragwerksplaner prüft, ob die Balken die neue Last tragen oder verstärkt werden.
Stränge im engen Haus
In schmalen Häusern liegen Küchen und Bäder oft übereinander an einer Wand. Wir verlängern die Stränge dort ins Dach, Geschoss für Geschoss. Das Bad der neuen Wohnung setzen wir möglichst nah an diese Stelle. Jede Abschaltung kündigen wir im Haus an.
Rettungsweg bei hohen Geschossen
In Mitte haben manche Häuser Geschosshöhen weit über drei Meter. Die Drehleiter der Feuerwehr reicht nach dem Merkblatt der Berliner Feuerwehr bis 22 Meter Fußbodenhöhe. Liegt der neue Wohnraum höher, wird das Haus in der Regel zum Hochhaus und damit zum Sonderbau. Bei traufseitig aneinandergebauten Häusern müssen Öffnungen außerdem mindestens 2 Meter waagerecht von der Brandwand entfernt sein.
Dämmen unter historischer Deckung
Die alte Eindeckung bleibt oft liegen, und wir dämmen von innen zwischen und unter den Sparren. Für die erneuerte Dachfläche setzt Anlage 7 des Gebäudemodernisierungsgesetzes einen U-Wert von 0,24 als Obergrenze. Geben die Sparren nicht genug Tiefe her, erfüllt die dickste mögliche Dämmschicht die Pflicht. Gegen die Sommerhitze helfen Dämmstoffe mit Speichermasse und ein außenliegender Sonnenschutz, wo die Denkmalbehörde ihn zulässt.