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Dachgeschossausbau in Berlin-Lichtenberg: Stadtvilla um 1900 mit Walmdach und ausgebautem Dachgeschoss
Dachgeschossausbau · Lichtenberg

Dachgeschossausbau in Berlin-Lichtenberg

Wir bauen Dachgeschosse in Berlin-Lichtenberg aus, vom Gründerzeithaus in der Victoriastadt bis zum Mietshaus in Karlshorst. Der erste Termin auf dem Dachboden ist kostenlos.

Die Anfrage läuft in 5 Schritten. Eine Option wählen Sie mit der Eingabetaste oder der Leertaste; danach öffnet sich der nächste Schritt.

Schritt 1 von 5
Was soll im Dach Ihres Hauses entstehen?

Wählen Sie, was Ihrem Vorhaben am nächsten kommt. Den Umfang legen wir vor Ort fest.

Um welches Haus geht es?

Eine grobe Einordnung genügt. Flächen und Einheiten besprechen wir beim Termin vor Ort.

Was gehört dazu?

Mehrfachauswahl. Was Sie hier nicht wissen, klären wir beim Termin.

Welcher Ausbaustandard?

Die Spanne im Angebot hängt vor allem hieran.

Wohin dürfen wir antworten?

Wir melden uns und machen einen Termin vor Ort, meist innerhalb eines Werktags.

Oder rufen Sie an: 030 7593 9913, Mo–Fr 7–18 Uhr

Neue Wohnungen über bewohnten Etagen

Der Trockenboden über dem Vorderhaus in der Victoriastadt ist leer, seit Jahrzehnten hängt dort keine Wäsche mehr. Unten wohnen acht Parteien, und die Eigentümergemeinschaft überlegt, ob unter dem Dach zwei weitere Wohnungen entstehen. So sieht eine Ausgangslage in Lichtenberg aus, ob bei einer Gemeinschaft, einer Erbengemeinschaft oder einer Hausverwaltung. Aus einem Speicher wird dann eine neue Etage, und das verändert die Planung von der Decke bis zur Klingel. Steht der Beschluss der Eigentümer, sind rund 60 Quadratmeter Grundfläche erfahrungsgemäß in 10 bis 16 Wochen ausgebaut.

In der Victoriastadt, im Weitlingkiez und rund um den Nöldnerplatz stehen Mietshäuser der Gründerzeit mit Holzbalkendecken. In Karlshorst mischen sich Mietshäuser nahe dem S-Bahnhof mit Villen und Landhäusern, deren große Dächer wir ebenfalls kennen. Weiter nördlich liegen die Wohnblöcke von Hohenschönhausen. Was Ihr Dach hergibt, zeigt der erste gemeinsame Gang auf den Boden.

Drei Dachböden, wie wir sie in Lichtenberg antreffen

Der erste ist ein Rohling in einem viergeschossigen Mietshaus der Victoriastadt. Zur Straße zeigt sich die steile Fläche des Berliner Dachs, darunter liegen Holzbalkendecken. Der Käufer bringt Teilungserklärung und Kaufvertrag mit, wir sehen uns Treppenhaus, Hof und Steigleitungen an. Ob die Balkenlage für Bad und Küche reicht, rechnet danach der Tragwerksplaner.

Der zweite liegt in einem Mietshaus nahe der Treskowallee, drei Geschosse, steiles Satteldach mit Kehlbalkenlage. Zwischen den Kehlbalken steht ein alter Schornsteinzug, die Eindeckung hält dicht, eine Dämmung gibt es nicht. Der Eigentümer möchte zwei Wohnungen mit je einem Bad und eigener Heizung vermieten.

Der dritte ist ein Fünfgeschosser in Hohenschönhausen mit Flachdach. Hier gibt es keinen Dachraum zum Ausbauen, wohl aber Platz für ein weiteres Geschoss. Eine Aufstockung in Holzbauweise setzt die neuen Wohnungen obendrauf, und der Tragwerksplaner prüft zuerst die Wände.

Gründerzeit, Villenkolonie, Großsiedlung: woher die Lichtenberger Dächer stammen

Die Victoriastadt östlich des heutigen Ostkreuzes entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Mietshausviertel mit Vorderhäusern, Höfen und dem typischen Berliner Dach. Karlshorst wuchs um die Wende zum 20. Jahrhundert als Villen- und Landhauskolonie, später kamen Mietshäuser hinzu. Der Dachraum war in beiden Teilen Speicher und ist es in vielen Häusern bis heute geblieben.

In den 1980er-Jahren entstand Neu-Hohenschönhausen als Großsiedlung aus Betonplatten, mit Flachdächern statt Speichern. In Lichtenberg wie im ganzen Osten Berlins begann der Dachausbau spät, laut Gutachterausschuss erst in den neunziger Jahren. Deshalb finden wir in Lichtenberg noch viele Böden, an denen seit der Bauzeit kaum jemand gearbeitet hat.

Was ein Lichtenberger Dach technisch mitbringt

Berliner Dach, Satteldach und die nutzbare Höhe

Das Berliner Dach der Victoriastadt steigt zur Straße steil an und läuft zum Hof flach aus. Unter dem flachen Teil bleibt oft genug Höhe für Wohnräume, an der steilen Seite helfen Gauben. Im Satteldach mit Kehlbalkenlage liegt die nutzbare Fläche darunter, darüber bleibt ein Spitzboden. Nach § 4 WoFlV zählt Fläche ab 2 m Höhe voll, zwischen 1 und 2 m zur Hälfte und darunter gar nicht.

Die Balkenlage zwischen alten und neuen Wohnungen

Die oberste Decke ist im Gründerzeithaus in der Regel eine Holzbalkendecke mit Einschub und Schüttung. Gebaut wurde sie für Wäsche und Gerümpel, nicht für ein Bad mit gefüllter Wanne. Der Tragwerksplaner prüft, ob die Balken die neue Last tragen oder verstärkt werden. Liegt die Decke künftig zwischen zwei Wohnungen, kommen Brandschutz und Trittschall als Aufgaben hinzu.

Wasser und Wärme bis unter den First

Im Mietshaus enden die Steigleitungen meist im obersten Vollgeschoss. Für jede Dachwohnung verlängern wir sie nach oben oder ziehen einen neuen Schacht neben dem Schornstein hoch. Das neue Bad planen wir möglichst über den Bädern darunter, dann bleiben die Wege für das Abwasser kurz. Die Anbindung einer neuen Wohnung an die Steigleitungen kostet erfahrungsgemäß 2.500 bis 5.000 €.

Rettungsweg über Steckleiter oder Drehleiter

Jede neue Dachwohnung muss sich auf zwei Wegen verlassen lassen. Der erste führt über das Treppenhaus, der zweite meist über ein Fenster, an das die Feuerwehr anleitert. Die Steckleiter erreicht laut Merkblatt der Berliner Feuerwehr Brüstungen bis 8 m, darüber braucht es die Drehleiter mit Aufstellfläche. Das Fenster öffnet sich lichte 0,90 m breit und 1,20 m hoch und sitzt im Dach waagerecht höchstens 1 m hinter der Traufkante.

Dämmung zwischen schmalen Sparren

Alte Sparren sind oft niedriger als heutige, und zwischen ihnen passt nur begrenzt Dämmstoff. Für diesen Fall lässt Anlage 7 GModG die höchstmögliche Dämmdicke genügen, mit λ 0,035 oder bei Einblas- und Naturdämmstoff 0,045. Hinter der Abkürzung steckt das Gebäudemodernisierungsgesetz, seit Juli 2026 der neue Name des Gebäudeenergiegesetzes. Eine zusätzliche Lage unter den Sparren bringt Dicke und lässt Platz für Leitungen, ohne die Dampfbremse zu durchstoßen.

Trittschalldämmung auf einer Holzbalkendecke im Dachgeschoss

Leise übereinander wohnen: Trittschall und Brandschutz in der alten Decke

Vorhaben in Victoriastadt, Karlshorst und Hohenschönhausen

In der Victoriastadt und im Weitlingkiez geht es vor allem um Rohlinge und leere Trockenböden, aus denen eigene Wohnungen werden. Der Käufer eines Rohlings bringt das Ausbaurecht mit, über Dach und Decke beschließt die Gemeinschaft. Welche Rolle der Milieuschutz spielt, klärt der Abschnitt über die Zustimmungen.

In Karlshorst bauen Hauseigentümer das Satteldach ihres Mietshauses zu einer oder zwei Wohnungen aus, häufig mit einer Gaube zum Hof. In Hohenschönhausen und Friedrichsfelde kommt bei Wohnblöcken statt des Dachausbaus die Aufstockung in Frage.

Kosten unter Lichtenberger Dächern

Vorhaben Beispiel aus Lichtenberg Spanne brutto Bezug
Dach dicht, innen nichts gemacht Trockenboden in der Victoriastadt 1.400–2.100 € je m² Grundfläche des Dachgeschosses
Dach dicht, Dämmung und Dachfenster neu Mietshaus in Karlshorst mit intakter Eindeckung 1.800–2.600 € je m² Grundfläche des Dachgeschosses
Satteldachgaube mehr Stehhöhe zur Hofseite 3.300–4.900 € je laufendem Meter Gaubenbreite
Ausgleichsschüttung und Trittschalldämmung Bodenaufbau auf der Holzbalkendecke 15–30 € je m² Bodenfläche
Brandschutzbekleidung an Balkenlage oder Decke Trenndecke zu den Wohnungen darunter 70–130 € je m² Bauteilfläche

Die Spannen sind Erfahrungs- und Richtwerte und hängen vom einzelnen Haus ab, gerechnet brutto zum Stand September 2026. Jeder Quadratmeterpreis meint die Grundfläche unter dem Dach und nicht die kleinere Wohnfläche, die nach Abzug der Schrägen übrig bleibt. Kommen ein neues Bad und eine eigene Heizung dazu, rechnen wir 25 % auf. Für eine Dachwohnung mit 80 m² Grundfläche unter dichtem, leerem Dach ergibt das 140.000 bis 210.000 €.

Braucht die Baustelle im Mietshaus einen Kran oder Aufzug als eigenen Zugang, kommen 20 % hinzu. Bei Gauben am Mehrfamilienhaus mit Gerüst über mehrere Geschosse rechnen wir den Faktor 1,18 auf den Meterpreis. Gebühren der Bauaufsicht und ein Prüfingenieur, wo das Haus einen braucht, sind in keiner Zahl enthalten.

Was kostet es bei Ihnen?

Die Zahlen oben sind Richtwerte. Was es bei Ihnen kostet, sagen wir Ihnen nach einem kurzen Gespräch.

Gebäudeklasse, Freistellung und wer die Pläne einreicht

Ein viergeschossiges Mietshaus mit ausgebautem Dach liegt je nach Höhe in Gebäudeklasse 4 oder 5. Als Höhe zählt der Fußboden des obersten Geschosses mit Aufenthaltsraum, gemessen im Mittel über dem Gelände. In diesen Klassen prüft die Bauaufsicht Standsicherheit und Brandschutz, auch wenn das Vorhaben freigestellt ist. Die Bauvorlagen reicht in der Regel ein Architekt oder ein bei der Baukammer gelisteter Ingenieur ein.

Das Verfahren ist in allen Teilen des Bezirks meist dasselbe. Wo kein Bebauungsplan gilt, meldet der Planer den Ausbau samt Gauben in der Genehmigungsfreistellung nach § 62 an. Gebaut wird frühestens einen Monat nach dem Einreichen, sofern die Bauaufsicht kein Verfahren anordnet. Eine Aufstockung fällt nicht unter diese Regel und läuft in der Regel über das vereinfachte Verfahren. Das ist die Rechtslage im September 2026, die wir vor dem Angebot mit Planer und Bauaufsicht abgleichen.

In der Eigentümergemeinschaft kommen zwei Stellen hinzu. Weil Dach und tragende Decke der Gemeinschaft gehören, stimmt die Eigentümerversammlung nach § 20 WEG über den Ausbau ab. Außerdem zählt der Bezirk Lichtenberg drei soziale Erhaltungsgebiete, und ob Ihr Haus dazugehört, prüfen wir adressgenau. Liegt es in einem davon, braucht der Umbau dort eine eigene Genehmigung, auch bei Freistellung. Ein Berliner Bezirksamt stuft den Dachausbau selbst als „in der Regel genehmigungsfähig" ein. Die Verbindung der obersten Wohnung mit dem neuen Dach zu einer Maisonette ist dort nach VV 2026 Nr. 2.2 dagegen nicht genehmigungsfähig. Steht ein Haus unter Denkmalschutz, entscheidet zusätzlich die Denkmalbehörde über Gauben und Eindeckung.

ausgebautes Loft in einer Fabriketage mit Sichtmauerwerk und Sprossenfenstern

Baustelle im Hof, Baustelle im bewohnten Haus

Vom ersten Termin bis zum Einzug: die Wochen im Überblick

Der erste Gang führt auf den Dachboden, kostet Sie nichts und gilt Sparren, Kehlbalken, Schornstein und Zugang. Danach rechnet der Tragwerksplaner, der Planer zeichnet, und in der Gemeinschaft bereitet die Verwaltung den Beschluss vor. Für diesen Vorlauf vergehen meist zwei bis sechs Monate. Zwischen Einreichen und Baubeginn liegt dann mindestens dieser eine Monat.

Der Ausbau eines Dachs mit rund 60 m² Grundfläche dauert erfahrungsgemäß 10 bis 16 Wochen. Zuerst kommen Rückbau und Zimmerei, bis die Hülle mit Gaube und Dachfenstern dicht ist. Es folgen Leitungen, Dämmung, Dampfbremse und Trockenbau, danach Estrich, Bad und Fliesen. Das Bad braucht innerhalb dieses Zeitraums drei bis vier Wochen. Zum Schluss kommen Spachtel, Anstrich, Boden und Türen, dann die gemeinsame Abnahme mit Protokoll.

Wofür Sie einen anderen Betrieb brauchen

  • Sturm hat Ziegel gelöst, und es tropft: Das ist ein Fall für einen Dachdecker mit Notdienst. Wir planen in Bauabschnitten, nicht im Stundeneinsatz.
  • Ein einzelnes Dachfenster tauschen oder nachrüsten: Ohne Ausbau des Dachgeschosses ist das Sache des Dachdeckers.
  • Ein neues Dach ganz ohne Innenausbau: Die Neueindeckung für sich gehört zu einem Dachdeckerbetrieb.
  • Statik und Bauvorlagen: Sie stammen vom Tragwerksplaner und vom Architekten, und wir holen beide ins Projekt.

Von Karlshorst bis Hohenschönhausen: hier sind unsere Kolonnen unterwegs

Gebaut wird in der Victoriastadt um den Nöldnerplatz, im Weitlingkiez und in Karlshorst rund um die Treskowallee und den S-Bahnhof. Dazu kommen Rummelsburg, Friedrichsfelde und Alt-Hohenschönhausen. Im Norden des Bezirks bauen wir auf den Wohnblöcken von Neu-Hohenschönhausen.

Westlich der Ringbahn beginnt Friedrichshain mit seinen Altbau-Seitenflügeln. Im Nordwesten schließt Weißensee an, wo kleinere Mietshäuser mit Mansarddach stehen. Östlich folgt Marzahn-Hellersdorf mit den Wohnblöcken der Großsiedlung. Über die Spree geht es nach Treptow, und südlich der Wuhlheide liegt Köpenick mit seiner Altstadt.

Wo Sie tiefer einsteigen können

Ein Termin unter dem Dach in der Victoriastadt oder in Karlshorst

Trockenboden im Gründerzeithaus, Rohling oder Satteldach im Karlshorster Mietshaus: Der erste Schritt ist in jedem Fall der gemeinsame Gang auf den Boden. Danach liegen Festpreis, Bauzeitenplan und die Liste der nötigen Zustimmungen schriftlich vor. Sie erreichen uns unter 030 7593 9913, Mo–Fr 7–18 Uhr. Zu allen anderen Zeiten nimmt das Formular unten auf der Seite Ihre Anfrage mit der Zahl der geplanten Wohnungen auf.

Häufige Fragen

Unser Mietshaus in der Victoriastadt hat einen leeren Trockenboden. Wie viele Wohnungen passen hinein?

Das hängt an Grundfläche, Stehhöhe, Treppenhaus und der Lage der Stränge. Über einem Vorderhaus entstehen oft eine oder zwei Wohnungen, mit Seitenflügel auch mehr. Beim ersten Termin gehen wir gemeinsam auf den Boden und skizzieren, welche Aufteilung Dach und Decke hergeben.

Was kostet eine Dachwohnung mit 80 m² Dachgrundfläche?

Unter dichtem, innen leerem Dach rechnen wir erfahrungsgemäß mit 1.400 bis 2.100 € je m² Grundfläche. Mit neuem Bad und eigener Heizung kommen 25 % dazu, zusammen also 140.000 bis 210.000 € brutto. Gebühren der Bauaufsicht sind darin nicht enthalten.

Hört die Wohnung darunter, wenn oben jemand über die Dielen läuft?

Eine alte Holzbalkendecke gibt Trittschall deutlich weiter. Wir bauen deshalb Schüttung, Trittschalldämmung und Trockenestrich auf, auf Wunsch zusätzlich eine abgehängte Decke in der unteren Wohnung. Schüttung und Dämmlage kosten in der Regel 15 bis 30 € je m² Bodenfläche, der Trockenestrich 40 bis 70 €.

Gilt die Mindesthöhe von 2,20 m auch im Dach unseres Mietshauses in Karlshorst?

Ja, im Haus mit mehreren Wohnungen muss mindestens die Hälfte der Netto-Raumfläche 2,20 m lichte Höhe haben. Raumteile bis 1,50 m zählen dabei nicht mit. Ausgenommen sind seit dem 23.07.2026 nur Wohngebäude der Gebäudeklassen 1 und 2.

Wer reicht die Bauvorlagen für den Ausbau in einem Mietshaus ein?

Bauvorlageberechtigt sind Architekten und Personen aus der Liste der Baukammer Berlin. Handwerksmeister dürfen das nur bei Häusern mit höchstens zwei Wohnungen und 250 m² Brutto-Grundfläche. Im Mietshaus braucht es deshalb in der Regel einen Architekten, den wir einbinden und in den Bauzeitenplan legen.

Brauchen wir für den Ausbau im Weitlingkiez eine Baugenehmigung?

Steht das Haus im unbeplanten Innenbereich, reicht für Wohnraum unter dem Dach samt neuer Gauben die Genehmigungsfreistellung nach § 62 BauO Bln. Ab Eingang der Unterlagen vergeht mindestens ein Monat bis zum ersten Handgriff, und in dieser Zeit kann die Bauaufsicht doch ein Verfahren fordern. Gilt ein Bebauungsplan, kommt es auf dessen Festsetzungen an.

Wir besitzen eine Wohnung in der Victoriastadt. Wer entscheidet über den Dachausbau?

Dach und tragende Decke gehören nach § 5 Abs. 2 WEG der Gemeinschaft, auch wenn der Dachraum als Sondereigentum eingetragen ist. Bauliche Veränderungen beschließt die Eigentümerversammlung nach § 20 WEG. Unsere Unterlagen sind so aufgebaut, dass die Verwaltung sie in die Versammlung mitnehmen kann.

Liegt unser Haus in Lichtenberg im Milieuschutz?

Der Bezirk Lichtenberg hat nach der Straßenliste der Senatsverwaltung drei soziale Erhaltungsgebiete. Ob Ihre Adresse dazugehört, prüfen wir vor der Planung. Liegt sie in einem davon, braucht der Umbau eine eigene Genehmigung des Bezirks, auch wenn bauordnungsrechtlich die Freistellung gilt.

Wie kommen Wasser und Wärme in die neuen Dachwohnungen?

Wir verlängern die Steigleitungen aus dem obersten Geschoss oder führen einen neuen Schacht nach oben, möglichst über den vorhandenen Bädern. Einen Heizkreis mit zwei bis vier Heizkörpern ins Dach zu ziehen, kostet erfahrungsgemäß 3.500 bis 8.000 € je Wohnung. Diese Arbeiten übernehmen unsere eigenen Leute für Sanitär und Heizung.

Wie lange dauert ein Dachausbau im Mietshaus vom ersten Gespräch an?

Planung, Statik, Unterlagen und der Beschluss der Eigentümer brauchen meist zwei bis sechs Monate. Der Ausbau von rund 60 m² Grundfläche dauert danach erfahrungsgemäß 10 bis 16 Wochen. Eine Gaube nimmt davon zwei bis vier Wochen in Anspruch.

Blick über den unausgebauten Dachboden eines Berliner Altbaus vor dem Dachausbau
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