Im Exposé steht ein Dachboden mit Verschlägen, offenen Sparren und einem Preis je Quadratmeter Nutzfläche. Gemeint ist in der Regel ein unausgebautes Wohnungseigentum im Dachgeschoss, das der Käufer auf eigene Kosten ausbaut. Der Käufer erhält dabei, wie Fachanwälte es nennen, ein sogenanntes Ausbaurecht. Der Gutachterausschuss Berlin führt diese Dachräume in seiner Statistik als Teileigentum und nennt für 2025 im Mittel 2.266 € je m² Nutzfläche.
Gekauft wird eine einzelne künftige Wohnung oder gleich das ganze Dachgeschoss eines Vorderhauses mit Seitenflügel, aufgeteilt in zwei bis vier Einheiten. Projektentwickler und Bestandshalter prüfen dabei dieselben Punkte wie ein Selbstnutzer, nur mehrfach. Jede Einheit braucht ihren Leitungsanschluss, ihren Rettungsweg und ihre Zeile in der Teilungserklärung.
Die meisten Rohlinge liegen im Altbau. Rund 72 Prozent der 2025 verkauften unausgebauten Dachräume stehen laut Gutachterausschuss in Häusern bis Baujahr 1910, im Jahr davor waren es rund 68 Prozent. Das passt zur Geschichte: Im Westteil wurden Dächer weitgehend seit Mitte der 1980er ausgebaut, im Osten erst seit den 1990ern. Was heute noch leer ist, sitzt deshalb häufig unter einem Berliner Dach mit steiler Straßenseite und flachem Oberteil.
Die Angaben auf dieser Seite geben den Stand September 2026 wieder. Über den Kaufvertrag entscheiden Sie mit Notar und Anwalt, über den Ausbau die Bauaufsicht und im Erhaltungsgebiet die Stadtplanung des Bezirks. Vor jedem Angebot gleichen wir die Rechtslage mit dem Planer und der Behörde ab.






