Im leeren Dach eines Mietshauses steht man nur in der Mitte aufrecht, und an der Traufe bleibt ein Streifen, auf dem höchstens ein Regal Platz findet. Eine Dachgaube ändert das. Sie ist ein Aufbau auf der geneigten Dachfläche, mit eigenem kleinen Dach, einer senkrechten Front mit Fenster und zwei seitlichen Wangen. Dahinter wächst die Stehhöhe, und ein Teil der Fläche unter der Schräge wird zu Raum, in dem man sich bewegt. Für neue Dachwohnungen entscheiden Gauben oft darüber, ob Grundriss und Wohnfläche aufgehen.
Das Dachfenster liegt dagegen in der Dachebene. Es bringt Licht, aber keinen Zentimeter zusätzliche Höhe. Vom Zwerchhaus unterscheidet sich die Gaube durch ihre Lage: Das Zwerchhaus steht mit seiner Front in der Flucht der Außenwand, die Gaube sitzt zurückgesetzt in der Dachfläche.
Welche Gaube passt, hängt an drei Dingen: der Neigung des Hauptdachs, der Eindeckung und dem, was im Raum dahinter geschehen soll. Wir stellen hier acht Bauarten vor, jede mit dem Fall, für den sie gemacht ist.



