Die neuen Wohnungen im Dach sind geplant, die Grundrisse stehen, und in kaum einem Zimmer gibt es eine gerade Wand in voller Höhe für einen Schrank. Fertige Möbel sind für senkrechte Wände gebaut, unter der Schräge stoßen sie oben an oder bleiben weit vor der Wand stehen. Entlang des Kniestocks bleibt ein Streifen, auf dem nur Kisten stehen. Hinter der Wand liegt zudem die Abseite, oft nur durch eine kleine Klappe erreichbar.
Aus diesem Platz lässt sich viel machen, wenn er mitgebaut wird. Ein Schrank in der Kniestockwand nutzt die niedrige Zone, Schiebetüren brauchen keinen Schwenkraum unter der Schräge. Die Abseite wird zum Lager für Koffer und Winterkleidung. Im Giebel und neben Gauben entstehen Regalnischen, und über der Kehlbalkenlage wartet manchmal eine ganze Ebene.
Leichter wird es, wenn der Stauraum mit dem Ausbau geplant wird, bevor der Trockenbau steht. Für Eigentümer und Projektentwickler planen wir ihn deshalb für alle Einheiten eines Dachgeschosses in einem Zug, mit einheitlichen Fronten. Auch in bestehende Dachwohnungen bauen wir ihn ein, etwa wenn ein Verwalter die Wohnungen renovieren lässt, die Ende des 20. Jahrhunderts ausgebaut wurden. Dort sitzen oft kleine Abseitenklappen, hinter denen die Dämmung nicht mehr heutigen Werten entspricht.








