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Treppenmaße: Zollstock auf einer Holztreppe zur Messung von Auftritt und Steigung
Meisterbetrieb für Dachausbau, Maisonette und Loft

Treppenmaße für Maisonette und Dachwohnung im Mehrfamilienhaus

Die Treppe von der obersten Wohnung ins Dachgeschoss braucht in Berlin feste Maße, von der Steigung bis zur Durchgangshöhe. Mit Deckendurchbruch steht sie erfahrungsgemäß in 1 bis 2 Wochen.

Warum die Treppe den Ausbau mitplant

Die oberste Wohnung im Vorderhaus soll mit dem Dach darüber zur Maisonette werden, und bisher führt nur die Bodenluke im Treppenhaus nach oben. Spätestens jetzt wird die Innentreppe zur Planungsfrage. Sie belegt Fläche in der Wohnung darunter, braucht eine Öffnung in der Holzbalkendecke und muss oben dort ankommen, wo man aufrecht stehen kann.

Die Bauordnung setzt den Rahmen. Nach § 34 Abs. 1 BauO Bln muss jedes nicht ebenerdige Geschoss und der benutzbare Dachraum über mindestens eine Treppe erreichbar sein. Einschiebbare Treppen und Leitern sind als notwendige Treppen nach § 34 Abs. 2 unzulässig. Erlaubt sind sie nur in Gebäuden der Gebäudeklassen 1 und 2 und nur als Zugang zu einem Dachraum ohne Aufenthaltsraum.

Neue Dachwohnungen mit eigener Eingangstür erreicht man in der Regel über das verlängerte Treppenhaus, eine Maisonette oder Galerie dagegen über eine Treppe innerhalb der Wohnung. Wer oben wohnen, schlafen oder arbeiten will, plant in beiden Fällen eine feste Treppe. Welche Maße sie hat, entscheidet über Sicherheit, Bequemlichkeit und den Platz, den sie kostet. Die Angaben zur Bauordnung geben den Stand September 2026 wieder, und wir gleichen sie vor dem Angebot mit Planer und Bauaufsicht ab.

Deckenöffnung in einer Holzbalkendecke mit Wechselbalken und Stahlträger

Die Grundmaße nach DIN 18065

Die Zahlen für Steigung, Auftritt und Laufbreite stammen aus der Norm für Gebäudetreppen. Wir verwenden sie in der Planung als Richtmaß. Die Werte in der Tabelle gelten nach DIN 18065 für Wohngebäude mit höchstens zwei Wohnungen und für Treppen innerhalb von Wohnungen. Im Mehrfamilienhaus betrifft das vor allem die Innentreppe der Maisonette, während der Planer die Maße für das gemeinsame Treppenhaus gesondert festlegt.

Maß baurechtlich notwendige Treppe nicht notwendige Treppe
nutzbare Laufbreite mindestens 80 cm mindestens 50 cm
Steigung (Höhe je Stufe) 14–20 cm 14–21 cm
Auftritt (Tiefe je Stufe) 23–37 cm 21–37 cm

Dazu kommen zwei Werte, die für beide Spalten wichtig sind. Die lichte Treppendurchgangshöhe beträgt nach DIN 18065 mindestens 2 m. Das Schrittmaß soll zwischen 59 und 65 cm liegen.

Notwendig ist eine Treppe, wenn sie den baurechtlich geforderten Weg in ein Geschoss bildet. Führt sie zu Aufenthaltsräumen im Dach, ist sie in der Regel die notwendige Treppe. Eine zweite Treppe zu einer Galerie oder einem Schlafpodest über der Kehlbalkenlage kann dagegen eine nicht notwendige Treppe sein. Das legt der Planer fest, bevor die Treppe bestellt wird.

Das Schrittmaß: 2 × Steigung + Auftritt

Durchgangshöhe und Deckenöffnung

Über jeder Stufe braucht es nach DIN 18065 mindestens 2 m lichte Höhe, lotrecht über der Stufenvorderkante gemessen. Aus diesem Maß ergibt sich die Länge der Öffnung in der Decke. Im Beispiel mit 3,00 m Geschosshöhe und rund 30 cm Deckendicke beginnt die Öffnung erst nach etwa einem Meter Lauf. Sie wird damit etwa 3,3 m lang und so breit wie die Treppe plus Luft für Anschlüsse.

In der Holzbalkendecke eines Altbaus liegen die Balken meist in einem Abstand, der kleiner als die Treppenbreite ist. Für die Öffnung werden einzelne Balken abgefangen und über einen Wechsel auf die Nachbarbalken abgeleitet. Liegt die Öffnung parallel zu den Balken, sind in der Regel weniger Balken betroffen. Wie groß die Öffnung sein darf und wie sie abgefangen wird, rechnet der Tragwerksplaner.

Öffnungen in Decken mit vorgeschriebener Feuerwiderstandsfähigkeit sind nach § 31 Abs. 4 BauO Bln innerhalb derselben Nutzungseinheit zulässig. Die Einheit darf dabei höchstens 400 m² Brutto-Grundfläche in höchstens zwei Geschossen haben. Ablauf und Preise stehen auf der Seite zum Deckendurchbruch.

Kalksandsteinwand neben einem alten Ziegelschornstein im Dachgeschoss

Platzbedarf je Treppenart

Die folgenden Werte sind grobe Richtwerte für 3,00 m Geschosshöhe und rund 30 cm Deckendicke, die genauen Maße ergeben sich erst aus Aufmaß und Treppenplanung. Gerade und gewendelte Treppen sind mit 90 cm Breite angesetzt.

Treppenart Grundfläche der Treppe Deckenöffnung passt, wenn …
Gerade Treppe etwa 4,3 × 0,9 m etwa 3,3 × 0,9 m eine lange Wand ohne Türen frei ist
Viertelgewendelte Treppe etwa 3,4 × 2,0 m, L-förmig rund 3 m², L-förmig der Lauf um eine Ecke führen soll
Halbgewendelte Treppe etwa 2,4 × 1,9 m, U-förmig rund 3,5 m², U-förmig der Raum eher breit als lang ist
Spindel- oder Wendeltreppe etwa Ø 1,6 bis 2,0 m etwa so groß wie der Durchmesser nur eine kompakte Ecke zur Verfügung steht
Raumspartreppe etwa 0,65 × 1,7 bis 2,0 m etwa 0,7 × 1,3 bis 1,6 m ein Spitzboden oder eine Galerie erschlossen wird

Vor dem Antritt und hinter dem Austritt braucht jede Treppe zusätzlich freie Fläche, etwa eine Treppenbreite tief. Bei höheren Geschossen wachsen alle Werte mit, bei der geraden Treppe um einen Auftritt je zusätzlicher Stufe.

Welcher Grundriss welche Treppe trägt

Wo die Treppe im Dachgeschoss ankommt

Unter dem Dach entscheidet der Austritt über die Qualität der Treppe. Kommt sie an der niedrigen Seite an, stößt man sich am Sparren, und die Durchgangshöhe von 2 m ist über den letzten Stufen nicht zu halten. Deshalb läuft die Treppe im Dach meist parallel zum First und endet in der Mitte des Raums.

Wo das nicht geht, hilft eine Gaube über dem oberen Treppenteil. Sie schafft Kopfhöhe genau dort, wo der Lauf das Dach erreicht, und bringt zugleich Licht auf die Stufen. Auch ein höherer Kniestock verschiebt die Fläche mit voller Höhe nach außen. Welche Wirkung das hat, beschreiben die Ratgeber zum Kniestock und zu den Arten von Dachgauben.

Geländer, Handlauf und Brandschutz nach Bauordnung

An der offenen Seite der Treppe und an der Deckenöffnung besteht Absturzgefahr. Nach § 38 BauO Bln sind freie Seiten von Treppenläufen, Treppenabsätzen und Treppenaugen sowie Öffnungen in begehbaren Decken zu umwehren. Bis 12 m Absturzhöhe ist die Umwehrung mindestens 0,90 m hoch, darüber 1,10 m. Öffnungen im Geländer messen in mindestens einer Richtung höchstens 12 cm.

Jede Treppe braucht nach § 34 Abs. 6 einen festen und griffsicheren Handlauf. Nach § 34 Abs. 7 darf sie nicht unmittelbar hinter einer Tür beginnen, die zur Treppe hin aufschlägt. Welche Feuerwiderstandsfähigkeit die tragenden Teile brauchen, regelt § 34 Abs. 4 nach Gebäudeklasse. Für neue notwendige Treppen beim Dachausbau in Gebäudeklasse 5 verlangt § 48 Abs. 6 die Anforderungen der Gebäudeklasse 4. Das Material legt deshalb der Brandschutznachweis fest.

Verbindet die Treppe eine Wohnung mit dem neuen Dachgeschoss, geht es nach § 35 Abs. 1 ohne eigenen Treppenraum. Voraussetzung sind höchstens zwei Geschosse, eine Nutzungseinheit bis 200 m² Brutto-Grundfläche und in jedem Geschoss ein anderer Rettungsweg. Eine Innentreppe zwischen Bestandswohnung und neuem Dach setzt voraus, dass das Haus außerhalb der sozialen Erhaltungsgebiete liegt, denn dort ist diese Maisonette nach der Verwaltungsvorschrift von 2026 nicht genehmigungsfähig. Mehr dazu steht auf der Seite zur Maisonette.

Für die Wohnfläche zählt die Treppe übrigens nicht mit. Nach § 3 Abs. 3 WoFlV bleiben Treppen mit über drei Steigungen und ihre Absätze außer Betracht.

Treppen in Berliner Häusern

In den Mietshäusern am Tempelhofer Damm kann die Treppe einer Maisonette die Wohnung im obersten Geschoss mit dem neuen Dach verbinden, sofern das Haus außerhalb eines sozialen Erhaltungsgebiets liegt. Im Rohling in Prenzlauer Berg führt dagegen oft das verlängerte Treppenhaus zu den neuen Wohnungen, und die Innentreppe erschließt nur noch eine Galerie. In den Seitenflügeln von Kreuzberg bestimmen enge Grundrisse, ob eine gewendelte Treppe oder eine Spindel passt.

Im Gründerzeithaus in Friedrichshain führt die Treppe einer Maisonette aus der obersten Wohnung ins Dach. Die hohen Geschosse verlangen dort mehr Stufen, und die Holzbalkendecke bestimmt die Lage der Öffnung.

So planen und bauen wir die Treppe

Beim Termin gehen wir Geschosshöhe, Deckendicke und Balkenlage durch und prüfen, wo oben die Stehhöhe reicht. Der Tragwerksplaner rechnet den Wechsel, der Brandschutznachweis legt das Material fest. Die Öffnung entsteht früh im Bauablauf, die fertige Treppe kommt zum Schluss, damit sie keine Baustellenspuren trägt. Treppe und Durchbruch zusammen brauchen erfahrungsgemäß 1 bis 2 Wochen. Vom Durchbruch bis zum Geländer bleibt es für Sie ein Vertrag mit einem Bauleiter und einem Bauzeitenplan. Welche Treppe zu welchem Haus passt, zeigt die Seite Treppe ins Dachgeschoss.

Bei uns entsteht die Treppe als Teil einer Maisonette oder eines ganzen Dachausbaus, zusammen mit Durchbruch, Brandschutz und Innenausbau. Eine Einschub- oder Bodentreppe zum Selbsteinbau bekommen Sie im Baustoffhandel. Ein einzelnes Dachfenster zum Tausch oder eine Neueindeckung ohne Ausbau übernimmt ein Dachdecker.

Ihr Weg nach oben beginnt mit einem Termin

Sie planen eine Maisonette aus der obersten Wohnung oder neue Wohnungen im Dach Ihres Hauses und fragen sich, wie groß die Öffnung wird? Wir sind Meisterbetrieb, für den ersten Termin in Ihrem Haus zahlen Sie nichts, und danach liegt ein Festpreis nach Gewerken auf dem Tisch. Rufen Sie uns an unter 030 7593 9913, Mo–Fr 7–18 Uhr, oder schreiben Sie uns über das Formular unten auf der Seite.

Häufige Fragen

Wie viele Stufen braucht eine Treppe bei 2,80 m Geschosshöhe?

Bei einer Steigung um 18 cm ergeben sich 16 Steigungen mit je 17,5 cm. Mit einem Auftritt von 27 cm liegt das Schrittmaß bei 62 cm und damit im Richtbereich nach DIN 18065. Gemessen wird die Geschosshöhe von Fertigfußboden zu Fertigfußboden.

Wie berechne ich das Schrittmaß meiner Treppe?

Man verdoppelt die Steigung und addiert den Auftritt: 2 × Steigung + Auftritt. Nach DIN 18065 soll das Ergebnis zwischen 59 und 65 cm liegen, was etwa der Schrittlänge eines Erwachsenen entspricht. Ein Beispiel: 2 × 18 cm + 27 cm ergibt 63 cm.

Wie breit muss die Treppe ins ausgebaute Dachgeschoss sein?

Als Richtmaß nennt DIN 18065 für eine baurechtlich notwendige Treppe in Wohngebäuden mit höchstens zwei Wohnungen und innerhalb von Wohnungen mindestens 80 cm nutzbare Laufbreite. Für eine nicht notwendige Treppe nennt die Norm mindestens 50 cm. Wer über die Treppe in Wohn- oder Schlafräume gelangt, braucht in der Regel die 80 cm.

Dürfen wir die Einschubtreppe als Zugang zum ausgebauten Dach behalten?

Als notwendige Treppe schließt § 34 Abs. 2 BauO Bln Einschubtreppen und Leitern aus. Die Ausnahme gilt nur in den Gebäudeklassen 1 und 2 und nur zu einem Dachraum ohne Aufenthaltsraum, das Mietshaus mit vielen Wohnungen liegt außerhalb. Sobald oben gewohnt, gearbeitet oder geschlafen wird, braucht es eine feste Treppe.

Wie viel Kopfhöhe braucht man über der Treppe?

Als Richtmaß nennt DIN 18065 mindestens 2 m lichte Durchgangshöhe, gemessen senkrecht über den Vorderkanten der Stufen. Diese Höhe bestimmt, wie lang die Öffnung in der Decke werden muss. Im Dachgeschoss kommt die Schräge über dem oberen Teil der Treppe dazu.

Wie groß wird die Deckenöffnung für eine gerade Treppe?

Bei 3,00 m Geschosshöhe und rund 30 cm Deckendicke rechnen wir für eine gerade Treppe mit einer Öffnung von etwa 3,3 m Länge. Die Breite entspricht der Treppe plus etwas Luft für Wandanschluss und Geländer. Liegt die Öffnung parallel zu den Balken, werden in der Holzbalkendecke meist weniger Balken ausgewechselt.

Passt eine Spindeltreppe in unseren kleinen Flur in Friedrichshain?

Eine Spindeltreppe braucht als Richtwert etwa 1,6 bis 2,0 m Durchmesser, je nach Laufbreite. Sie steht auf einer runden oder quadratischen Fläche und passt damit in Ecken, in denen keine gerade Treppe Platz findet. Ob der Flur reicht, klären wir beim Termin zusammen mit der Balkenlage darüber.

Wie hoch muss das Geländer an der Deckenöffnung sein?

Treppenseiten ohne Wand und Öffnungen in begehbaren Decken brauchen nach § 38 BauO Bln eine Umwehrung. Sie ist bei bis zu 12 m Absturzhöhe mindestens 0,90 m hoch, bei größerer Höhe 1,10 m. Lücken im Geländer dürfen in mindestens einer Richtung nicht mehr als 12 cm messen.

Braucht die Treppe unserer Maisonette einen eigenen Treppenraum?

Nach § 35 Abs. 1 BauO Bln geht es ohne eigenen Treppenraum, wenn die Treppe höchstens zwei Geschosse derselben Nutzungseinheit verbindet. Die Einheit hat dann höchstens 200 m² Brutto-Grundfläche, und in jedem Geschoss ist ein anderer Rettungsweg erreichbar. Wie der Rettungsweg im Dach aussieht, klärt der Brandschutznachweis.

Was kostet eine Raumspartreppe ins Dachgeschoss mit Montage?

Eine Raumspartreppe aus Holz kostet mit Montage erfahrungsgemäß 2.800 bis 5.000 €. Muss dafür eine Öffnung in die Holzbalkendecke, kommen für den Durchbruch mit Statik, Wechsel und Brandschutzbekleidung 3.500 bis 8.000 € dazu. Beide Spannen sind Brutto-Richtwerte und hängen vom einzelnen Objekt ab, Stand September 2026.

Blick über den unausgebauten Dachboden eines Berliner Altbaus vor dem Dachausbau
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