Brandwände zu beiden Seiten
Im geschlossenen Block steht das Haus zwischen zwei Brandwänden. Im Dachraum waren sie über Jahrzehnte nur Rückwand eines Trockenbodens. Wir schließen alte Durchgänge und Öffnungen, bessern Fugen aus und bereiten die Fläche für Putz oder Bekleidung vor. Wo Leitungen die Wand durchdringen, verschließt eine Abschottung nach dem Brandschutznachweis die Öffnung.
Manchmal wird eine Brandwand über das Dach hinaus aufgemauert. Das lohnt den Aufwand dort, wo ein Dachflächenfenster näher an die Wand rücken soll. Neue Brandwände entstehen im Gebäude der Klasse 5 nach den Anforderungen der Gebäudeklasse 4.
Trennwände zwischen Wohnungen und zum Treppenraum
Entstehen unter dem Dach zwei, drei oder mehr Wohnungen, braucht es Wände zwischen ihnen. Eine Wand aus Kalksandstein bringt Masse in den leichten Dachaufbau. Diese Masse dämpft Schall zwischen den Einheiten und puffert im Sommer Wärme. Neue Wände eines notwendigen Treppenraums bauen wir nach den Vorgaben des Brandschutznachweises.
Jede gemauerte Wand steht auf einer Decke, und im Altbau ist das meist eine Holzbalkendecke. Ob sie das Gewicht trägt, rechnet der Tragwerksplaner vor der Bestellung. Wo eine leichte Wand besser passt, planen wir sie als Ständerwand, beschrieben unter Trockenbau im Dachgeschoss.
Schornsteinzüge zurückbauen oder einbinden
Viele Züge im Dachraum sind längst stillgelegt, seit die Öfen im Haus einer Zentralheizung gewichen sind. Bevor wir einen Zug abtragen, klären wir mit Verwaltung und Schornsteinfeger, dass kein Gerät mehr daran hängt. Den Umfang des Rückbaus legt der Tragwerksplaner fest. Der Schutt geht über Rutsche oder Bauaufzug nach unten.
Züge, die noch in Betrieb sind, bleiben stehen. Wir binden sie in den Grundriss ein, etwa als Teil einer Trennwand oder hinter einer Bekleidung. Für die Wohnfläche gilt: Schornsteine über 1,50 Meter Höhe mit mehr als 0,1 Quadratmeter Grundfläche zählen nicht mit (§ 3 Abs. 3 WoFlV).
Auflager, Wechsel und Stahlträger nach Statik
Für eine Treppe oder eine Maisonette entsteht eine Öffnung in der Decke. Die durchtrennten Balken hängen danach an einem Wechsel, und der braucht ein sicheres Auflager. Profil, Länge und Lage eines Stahlträgers gibt allein die Statik vor. Wir mauern oder betonieren das Auflager und setzen den Träger ein.
Beim Freilegen sehen wir uns die Balkenköpfe im Mauerwerk an. Zeigen sie alte Feuchte, entscheidet der Tragwerksplaner über Verstärkung oder Ersatz. Mehr zur Öffnung selbst steht auf der Seite zum Deckendurchbruch.
Betondecken und Stützen in der Fabriketage
In der Gewerbeetage liegt statt Holz eine Stahlbetondecke, oft getragen von Stützen. Öffnungen schneiden wir dort mit der Säge, nach Plan und mit sauberem Randabschluss. Neue Wände für Bad und Schlafraum setzen wir so, dass der Großraum als Loft erkennbar bleibt. Wie der ganze Umbau abläuft, erklärt die Seite Loft ausbauen.
Bei einer Aufstockung in Holzbauweise bereiten wir die Mauerkrone für die neuen Elemente vor. Die Elemente montieren feste Partnerbetriebe, mit denen wir seit Jahren zusammen bauen. Sie stehen im selben Bauzeitenplan, und der Vertrag bleibt einer mit uns.