Wer im Dachgeschoss zur Außenwand geht, trifft zuerst auf ein kurzes senkrechtes Stück Wand. Darüber beginnt die Schräge. Dieses Stück heißt Kniestock, und ein zweites Wort dafür ist Drempel. Wie viel seine Höhe ausmacht, rechnet diese Seite an drei Dächern vor.
Konstruktiv ist der Kniestock die Außenwand, die über die oberste Decke hinausragt und das Dach trägt. Auf ihr liegt in vielen Dächern die Fußpfette, auf der die Sparren aufsitzen. Je höher diese Wand, desto später beginnt die Schräge und desto mehr Raum wird nutzbar. Im Dach eines Mietshauses entscheidet das mit darüber, ob zwei Wohnungen hineinpassen oder drei.
Im Ausbau taucht der Begriff ein zweites Mal auf. Die Kniestockwand oder Drempelwand ist dann eine innere Wand in Trockenbau. Sie steht etwas weiter im Raum und trennt den Wohnbereich von der niedrigen Abseite. Wer Angebote vergleicht, sollte deshalb prüfen, welche der beiden Wände gemeint ist.






